Die Illusion der Materie (Maya)

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Wie ist die Maya (Illusion der Materie Gedankenformen) zu verstehen
Maya, sanskrit = Illusion, Schöpferkraft, das schöpferische
Prinzip. Die Maya ist das schöpferische Prinzip, das den allerersten
Wunsch äussert, vieles zu sein. Dieser Ur-Wunsch dehnt
sich im Universum aus. Sie ist die Ur-Illusion der zugrundeliegenden
Unwissenheit.

Sie ist die Illusion, die das Unwirkliche =
das Relative, als das Wirkliche, als wahre Realität ansieht. Sie ist
eine Mischung aus Tatsache und Täuschung. Die Täuschung ist
die Vielfalt, die Tatsache ist die Einheit = Gott. Diese kosmische
Illusion gehört letztlich zu Gott und kann nicht durch eigene
Anstrengung überwunden werden, dazu benötigen wir die
Gnade Gottes oder die Hilfe eines Meisters.

Ein Meister lehrt uns, die Gesetze zu verstehen, damit wir
über unsere Unwissenheit hinauswachsen können, um Gott in
seiner Unendlichkeit und Allumfassenheit zu erkennen. Er lehrt
uns, Gott zu verehren, zu achten und zu lieben, um aus dem Gesetz
von Ursache und Wirkung herauszukommen. Jeder, der uns
dieses Prinzip erklärt und uns darauf aufmerksam macht, muss
unserer Wertschätzung und Achtung in Wort und Tat gewiss sein.

Die Maya macht uns glauben, daß alle Formen individuell und
voneinander getrennt lebend sind, um die eine formlose Wahrheit
zu verbergen. Die Maya verhüllt die Wirklichkeit, um das
Unwirkliche zu planen. Sie ist keine hässliche Sache, die von irgendwo
anders herbeigekommen ist. Die Maya ist eine charakteristische
Eigenschaft des Geistes.

„Ich bin der Gebieter, der die Maya regiert, sie ist
lediglich Mein Gewand, das Ich durch Meinen
Willen schuf und um Mich herum drapierte!“
Sri Sathya Sai Baba

Die Maya hat unterschiedliche Energien: Die eine erzeugt
das Ego und die Beharrlichkeit, die andere erzeugt Zuneigung
und Abneigung = Anziehung und Abstoßung. Verlangen wir
nach Glück, entsteht Zuneigung. Wollen wir Unglück beseitigen,
entsteht Abneigung. Beides sind Energien der Maya. Die
vedischen Schriften erklären, dass das physische Weltall dem
Gesetz der Maya unterstellt ist. Wir nennen es das Dualitätsund
Relativitätsprinzip.

Die Maya hat zwei Aspekte:
Avidya = Nichterkenntnis
Vidya = Erkenntnis

Newtons Bewegungsgesetz ist das Gesetz der Maya:
„Jede Kraft erzeugt eine gleich große Gegenkraft.
Eine einzelne Kraft gibt es nicht; alle Kräfte
erscheinen paarweise, sind gleich groß und
entgegengesetzt gerichtet!“

Der Mensch besitzt die Intelligenz, die Maya zu überwinden
und sich seiner Macht über die kosmische Ordnung bewusst zu
werden. Die Gedankenwelt = der Geist ist das schöpferische
Prinzip der Maya. Die Maya zu meistern bedeutet zu wissen,
dass es keine Individualität und keine Vielfalt gibt, sondern dass
alles universelles Sein = Gott ist. Wenn wir sie auch nicht so
schnell überwinden können, so können wir ihr doch Widerstand
leisten.

„In Maya geboren, in Maya entstanden, ist es die
Mission des Menschen, die Maya zu meistern!“
Sri Sathya Sai Baba

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Bild: Pixabay – The Illusion

Gast – Blog: Autor/in Christa Keller aus Baden-Baden

 

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