Die Dunkle Nacht der Seele Teil II

Die dunkle Nacht der Seele – Dämmerung der Selbstliebe

Im Austausch mit den Menschen in meinem Umfeld stelle ich immer wieder mit Erstaunen fest, wie viele gerade in den letzten Jahren durch große Krisen gehen und gewaltige persönliche Metamorphosen durchlaufen. Ganze Lebenspläne werden über den Haufen geworfen, Sinnkrisen, Burnouts und Depressionen greifen um sich und lassen manchmal keinen Stein auf dem anderen. Gleichzeitig zeigen Gesellschaft und politisches Welt-geschehen deutliche Anzeichen von Chaos und Zerfall – klare Hinweise darauf, dass etwas Neues am Entstehen ist und sich unter Geburtswehen seinen Weg ans Licht der Welt bahnt. Eine radikale, bewusstseinsverändernde Kraft scheint wie eine Flutwelle über den Planeten zu rollen und alles in Frage zu stellen, woran der Mensch immer geglaubt und festgehalten hat. Was geschieht hier gerade?

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Im Laufe der persönlichen Entwicklung geraten viele Menschen in etwas, das Mystiker als die „dunkle Nacht der Seele“ beschrieben haben. Ein Zustand der völligen Verzweiflung und scheinbaren Isolation, der oft gerade dann eintritt, nachdem so mancher Sturm des Lebens schon erfolgreich durchschifft wurde und das Ego seine schärfsten Kanten verloren hat. Kampf und Konflikt weichen tieferen Einsichten in die Mechanismen des Lebens und führen den Menschen in die ruhigeren Gewässer innerer Freiheit und Souveränität. Genau in dieser Phase jedoch kann sie sich vor dem gereiften, bewussten Menschen noch einmal auftun, die dunkle Nacht der Seele, und ihn in ihren lichtlosen Untiefen zu verschlingen drohen.

Dem aufmerksamen Beobachter ist nicht entgangen, dass dieses Phänomen sich derzeit auf einer globalen Ebene vollzieht. Die Welt steckt in einer schweren Depression, und viele von uns sehen sich herausgefordert, ihr Menschsein, ihr Konsumverhalten, ihre Beziehung zum Leben sowie die Spielregeln des ganz großen Monopoly neu zu definieren. Schlüsselbegriffe auf diesem Weg sind unter anderem die echte Selbstliebe (im Gegensatz zum Egoismus) und die Souveränität – letztere sowohl als soziales Einzelwesen im Netzwerk der persönlichen Beziehungen, als auch als Mitglied einer im Wandel befindlichen Gesellschaft, deren Anzahl kritisch denkender und system-non-konformer Individuen täglich steigt.

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Sollten die Menschen fähig sein, das alte, auf Konsum ausgerichtete System im Kollektiv zu transformieren und zu ihrer naturgegebenen Souveränität zurückzukehren, wird sich dies zunächst ein paar Ebenen darunter zeigen müssen – in den familiären Beziehungen und Partnerschaften. Wie werden wir zu tatsächlich souveränen (und doch sozialen) Wesen, die ihre Partner und Kinder nicht mehr zum Ausfüllen der eigenen inneren Leere benötigen? Bin ich imstande, meinen Partner nicht mehr nur als die „andere Hälfte“ zu betrachten, sondern als geliebtes, und dennoch komplett autarkes – freies – Wesen, dem ich keinerlei Verant-wortung für mein lebenslanges emotionales und körperliches Wohlergehen übertrage? Ist es uns möglich, Partnerschaften einzugehen, einfach nur um uns aneinander zu erfreuen, und nicht, weil wir einander zu „brauchen“ glauben?

Derzeit werden wir vom Beginn unseres Lebens an zu Konsumenten erzogen, und der Übergang vom abhängigen Kind zum souveränen Erwachsenen findet praktisch nicht statt. An keinem Ort und zu keinem Zeitpunkt wird uns tatsächlich beigebracht, was wir zu tun haben, um uns selbst glücklich zu machen und in unserem Wohlbefinden von äußeren Quellen unabhängig zu sein, die unseren empfundenen Mangel an Liebe und Bestätigung beseitigen sollen. Unsere Eltern konnten es uns nicht beibringen, weil sie selber nicht anders erzogen wurden, und in Kindergarten und Schule beginnt bereits das Konsumenten-, Konkurrenz- und Vergleichstraining. Religionen und Kirche haben bekanntlich auch kein Interesse an Schäfchen, die sich ihres Selbstwertes und ihrer Unschuld bewusst sind. Und das Wichtigste: Keiner lehrt uns, dass wir niemals dauerhaft erfüllende Beziehungen erleben können, solange wir uns selbst nicht genug sind – und eigentlich gar keinen anderen zum Wohlfühlen „brauchen“.

Was ist die Folge dieser Mangel-Illusion, die wir stetig durch das Konsumieren äußerer Quellen kompensieren möchten? Menschen, die ihr Leben lang auf der Suche nach „der besseren Hälfte“, dem „ultimativen Kick“ und dem „großen Glück“ im Außen sind – und auf dieser Suche im schlimmsten Fall irgendwann gnadenlos einbrechen.

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Ich bin dafür, in der Schule das Unterrichtsfach „Selbstliebe – wie ich es mache, dass es mir gut geht“ einzuführen. In den höheren Klassen dann „Selbstliebe – ich bin ein Ganzes, und du bist es auch“, und schließlich die wunderbare und so abgrundtief missverstandene Sexualität in ihrer ursprünglich gemeinten Form zu lehren: Als Ausdruck von Harmonie und Freude zweier souveräner Wesen – und eben nicht zur Triebbefriedigung gedacht, über die ein Wohlbefinden erzeugt wird, durch welches sich das Gefühl der Ungeborgenheit für kurze Zeit übertünchen lässt.

Quelle: wortmalereien.com

 

Von Johannes vom Kreuz (Mystiker)

Die 3 Phasen (Phasen gehen meist 1 1/2 – 2/3 Jahre – aber bei jedem unterschiedlich)

  •  In der „Abenddämmerung“ findet der erste Läuterungs- und Reinigungsprozess statt, die „dunkle Nacht des Sinnes“. Beim Durchschreiten dieser „Nacht“ muss der Mensch nach und nach sein weltliches Begehren loslassen, er erkennt immer mehr, dass seine (schon entbrannte) Sehnsucht nach Gott, nicht durch weltliche Dinge zu befriedigen ist. Von Markus Schmidt: (Hier lösen sich Ego Strukturen auf, man verliert seinen alten Job, oder seine Firma, alle Berufe wo man als „Sklave“ des Egos dient, diese lösen sich auf radikal. Auch viele Freundschaften die auf egoistische Strukturen, oder dem Geld Ego nur berufen, diese lösen sich auch radikal auf in eine sehr tiefere Leere. Erkennen der Selbstliebe, die göttliche Liebe erkennen, wie auch das destruktive kaltherzige Ego erkennen.)
  • Die eigentlich tiefe dunkle Nacht nennt er die „Nacht des Geistes“. In ihr muss der Mensch noch mehr Leid und Läuterung erdulden. Gott entzieht sich hier dem Erkennen vollständig, „erscheint“ als Nichts und Nicht-Wissen, bis er sich
  • Von Markus Schmidt: (Die eigenen Schatten zeigen sich in viel kürzeren Phasen, meist alle 1-2 Wochen zeigt sich ein „Schatten“. Man kann meist sich nicht mehr richtig entfalten, auch starke Probleme mit Geld und andere Widerwärtigkeiten werden einem stark gespiegelt. Es geht weiter zu vielen Erniedrigungen durch Menschen, es sind aber unsere eigenen Schatten, die wir mit unserem „Ego“ mal erschaffen hatten. Diese möchten nun geliebt werden, solange wir aber davor weglaufen, oder es versuchen zuentfernen/heilen/etc. werden wir noch mehr Schmerz erfahren. Hier wirken Materie Heilmethoden meist gar nicht mehr, auch die Meditation wird als fast sinnlos empfunden, diverse Heiltechniken wie Prana, Reiki wirken gar nicht mehr, oder bringen noch mehr Schmerz, da der Schatten ja geliebt werden möchte und nicht entfernt. Goethe erklärt diese ganze Sichtweise, als die Chymische Hochzeit – in Mephisto und Faust. Erkennen dass das „Sein/Gott/Universum“ keine Materie Technik ist, es unbegrenzt wäre, es so gut ist wie es ist, eben mit „NICHTS“ tun – nur zulassen in Geduld im Leid.)
  • in der „Morgendämmerung“ als „die Fülle“ das „Alles“ zu erkennen gibt und eine Liebesvereinigung – Vereinigung aller Gegensätze – stattfindet.
  • Von Markus Schmidt: (Viele die ich kenne, die dies durch haben, es wirkt bei jedem anders. Jedenfalls ist dies eine sehr intensive und schwierige „Prüfung“- gerade bei Menschen mit eigener „Kundalini“ (Lichtkörperphasen). Die Dunkle Nacht der Seele (Chymische Hochzeit) ist quasi das Finale des langen spirituellen Kundalini Pfades, er geht meist – ca. 18-20 Jahre und möchte beim Finale alle Seelenanteile wieder integrieren – in voller kosmischer  Liebe/Annahme/Geduld.)

 

Tipps: Wenn Schatten sich zeigen im Akkord, ist es immens wichtig dass die eigenen Schattenanteile nicht abgelehnt werden, oder bekämpft mit Materie-Heiltechniken. Warum ? – Materie-Heiltechniken möchten es entfernen und nicht integrieren ! – Der Schatten wehrt sich dann massiv, oder zieht am Körper lange herum, auch starkes brennen an Schulter, Solar, Kopf.

Geht in Ruhe, ihr könnt Fernsehen anschauen, oder schaut Euch Naturfilme an, die entspannen gut. Gute Naturfilme folgen oft auf 3 Sat, Arte, Servus TV, auch mal beim ZDF NEO, usw. . Oder mit einer entspannter Musik, dann diese „Emotion/Schatten“ fühlen und ihn innerlich umarmen, aber ohne Kampf Gedanken bitte !

Atmet tief ein und aus, wenn ihr aufsteht, ist der „Schatten“ noch nicht gleich integriert, habt daher Geduld und beobachtet ihn, aber auch hier ohne Kampf bitte. Dann integriert sich alles wesentlich einfacher und mit weniger Schmerz am Körper. Verspannungen und ziehen kann man auch mit Brennnessel Tee, Jacobs Basenpulver, OPC, Teufelskralle Extrakt etwas entspannen – aber nur etwas.

Verbindet Euch unbedingt mit euren Geistführern, ihr habt mehrere, diese sind da und führen auch Euch, durch diese schwierige Phase hindurch. Gi Gong und Yoga lockern die Muskeln gut auf, wer aber dazu zu Müde ist, kann auch mal unter die Dusche gehen. Die Beobachter Meditation kann man auch gerne nutzen, so geht man weniger in den Kampf-Modus hinein.

Wichtig ist auch das man einen Raum mit viele Ruhe hat, zieht Euch zurück und verwöhnt Euch mit guter Nahrung, da diese Phase oft viel Energie benötigt, man auch oft geschwächt ist, ist es sehr wichtig das man seine Ruhe hat. Einige Filme stellen diese Phase nach: In Matrix das Finale mit dem Agenten, dann die 40 Tage in der Wüste (Jesu), oder aus dem Film Padre Pio (Satan besucht ihn/Satan = eigene Schatten), auch gibt es genug Literatur über die Chymische Hochzeit, wie der Dunklen Nacht der Seele – im Internet.

 

Ergänzung Text: Markus Schmidt

Gast Text

Bild: Frau in Trance – Pixabay

Quelle: wortmalereien.com

Quelle 2: Benker, G. : C. G. Jung und der Mystiker Johannes vom Kreuz.

und

Kreuz, v. J.: Die Dunkle Nacht. Herder

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