Der individuelle Mensch, der Jivin, die Jiva-Seele.

Der individuelle Mensch, der Jivin, die Jiva-Seele.

Der Ursprung der Seele ist das Bewusstsein = Äther und der Körper ist das Zuhause des Geistes. Die Jiva-Seele = Jivin ist das Individuelle, das sich getrennt und selbstständig fühlt.

Um unsere Website für dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zum Datenschutz und zu Cookies findest du in unserer Datenschutzerklärung

Wir sagen Ego dazu. Der Jivin wohnt im Körper und ist mit ihm und den Sinnen verbunden. Der Jiva fühlt sich als „ich“ und ist nach außen orientiert. Er hält die vergängliche Welt für die einzige Realität und lässt sich in allen Begebenheiten, gut und böse oder in mehr und weniger mit hineinziehen. Er leidet und freut sich und ist immer an neuen Aktivitäten interessiert, was wiederum zu Konsequenzen führt. Die Aufgabe des Jivin ist, dies alles zu durchschauen. -Wie erreicht er das? Es ist der Weg des Jnana, der dem Jivin hilft, die absolute Wahrheit zu finden.

20623583_1544386145584241_278351189_o

Sie macht ihm bewusst, dass er, der Jivin, keine selbständige Realität besitzt und nur der Schatten von Atman, der einzigen Realität, ist. Der Atman ist vollkommen wie Brahman und lebt im Menschen. Doch der Geist, der im Menschen lebt, kann unvollkommen sein und deshalb für uns ein unvollkommener Mensch sein. Den Atman stört das jedoch nicht, weil er durch nichts und von nichts beeinflussbar ist.

Der Jivin befindet sich abwechselnd und regelmäßig in zwei unterschiedlichen Zuständen: In der Wachbewusstheit oder der Traumbewusstheit. Der Tiefschlaf ist ein Zustand der Reinheit = Einheit, da schläft der Geist = Jiva. Das Wachbewusstsein ist kein Zustand des Wissens, sondern ein Zustand der Unwissenheit, der Polarität = der Zweiheit. Der Traumzustand gehört auch in die Polarität. Solange sich etwas verändern kann, kann es nicht die absolute Wahrheit sein. Die Zustände des Wachens, Träumens und des Tiefschlafs kommen und gehen. Es sind Zeit-Zustände, die sich regelmäßig verändern.

Die wahre Wirklichkeit muss aber unveränderbar sein, immer gleichbleibend existierend. In der dualen Welt der Physik kennen wir auch Unveränderbares. Zum Beispiel besteht das Wasser immer aus H2O. So ist es auch mit der absoluten Wirklichkeit, der absoluten Wahrheit. Sie ist immer und ewig unveränderbar. Wenn das Einzelwesen = Jiva seine Täuschung abgeschüttelt hat und der Atman im eigenen Licht erstrahlt, dann ist er von der Wiedergeburt erlöst.

„Ein Stück Kohle verliert seine Schwärze nur dann, wenn sie vom Feuer durchdrungen wird!“

Bhagavad Gita

Im Menschen ist es der Geist = Jiva und seine drei Naturanteile = Gunas – in Form von Schwingungs- Energien – die ihn leben und beeinflussen. Diese Energien haben eine selbstständige, individuelle Funktion für den Menschen und gleichzeitig haben sie auch eine universelle Aufgabe zu vollbringen. Alles, was ein Mensch denkt, bleibt in ihm gespeichert und geht gleichzeitig als Information in den Kosmos, in die dazu gehörenden morphogenetischen Felder = gestaltbildend. So bildet sich das individuelle Schicksal im Menschen heran, um dann in diesem oder einem anderen Leben zur Auswirkung zu kommen.

„Das Karma formt die Umstände. Die Einstellung kommt von Ihnen. Letztlich formt der Charakter Ihr Leben. Denn nur Sie allein können Ihren Charakter formen!“

Sri Maharaj Nisagardatta

20155845_1872849009646903_5541697415040195794_n

 

Wir geben unendlich viel Geld aus für Forschungsprogramme, wie wir zum Beispiel Krankheit in Gesundheit umwandeln können. Es wäre uns sehr geholfen, wenn wir von Kindesbeinen an lernen würden, unsere negativen Eigenschaften und Verhaltensmuster zu erkennen und wie sie umzuwandeln sind. Dadurch würden weniger Krankheiten entstehen. Wenn wir jetzt den Charakter und die Lebensgewohnheit eines Menschen anschauen und beurteilen, können wir nur den Charakter als über- oder unterlegen etikettieren, nicht aber die einzelnen Bewusstseinsebenen auf dem Evolutionsweg. Im Menschen leben die Gunas, Eigenschaften = Naturanteile, die uns sehr beeinflussen und zu unserer Schicksalsbildung beitragen.

Die meisten geistigen, religiösen und spirituellen Lehren gehen von der Dual-Philosophie aus. Das sind die Lehren von Gesetzen, Gefühlen und von den Sinnen. Sie orientieren sich nach außen. Wir richten uns nach unseren Gefühlen und Empfindungen und glauben, die Wahrheit zu kennen. Wenn wir von den Empfindungen ausgehen, müssen wir gleichzeitig an die Materie denken, denn ohne Materie auch keine Empfindungen. Eine beständige Möglichkeit, Empfindungen zu haben, ist nur in der dualen Welt möglich. Der Anstoß, um Empfindungen wahrzunehmen, kommt immer von außen.

Freude und Leid kommen über die Wahrnehmung von Gefühlen und Empfindungen. Doch Gefühle und Empfindungen sind Eigenschaften, die ausgeschaltet werden müssen, wenn wir – wenn auch nur für eine kurze Zeit – leidlos sein wollen. Diese Bindungen, die durch den Körper erfahren werden, müssen wir vergessen oder besser gesagt, müssen transzendiert werden. Das ist es, was man unter Meditation versteht.

Alle Rituale, wie das Singen zum Lobe Gottes, Wallfahrten, Bußübungen, Meditation, den Namen Gottes wiederholen, Opfergaben und Gelübde ablegen, gehören zu den dualen Taten und sind gute Taten = sattwisch, aber es sind weltliche, äußere Wege. Es ist noch kein spirituelles Verhalten. Spiritualität bedeutet das Band, das zwischen dem Höchsten Selbst und dem Atman besteht. Das allein ist Spiritualität. Es ist ein Vorgang, der sich im Inneren des Menschen vollzieht, wenn er sich als Atman mit Brahman identisch fühlt und Ist. Diesen Vorgang nennt man in der Meditation – im Samadhi sein – oder Transzendieren.

„Die guten Taten gehören in den Bereich der Dualität. Von der dualistischen Ebene darf man sich zur nicht dualen Ebene bewegen!“

Sai Baba

Im Menschen und in der Natur leben die drei Gunas = Eigenschaften, Naturanteile, die uns sehr beeinflussen und zu unserer Schicksalsbildung beitragen. Der reine = sattva-Mensch strebt nach Glückseligkeit und muss Selbstvertrauen besitzen. Der aktive = rajas-Mensch drängt nach Abenteuern und Überaktivität und muss lernen, sich nach der Rechtschaffenheit ausrichten. Der träge = tamas-Mensch strebt nach Vergnügen aller Art und materiellen Genüssen und muss Mitgefühl, das auf Liebe basiert, entwickeln.

Alles, was wir von den negativen Eigenschaften und dem Verhalten her betrachten und ins Positive umwandeln, sind zwar gute = sattvische Handlungen, aber sie führen nur langsam zum Ziel der Erlösung. Wenn wir bedenken, dass wir in jedem Leben die Taten aus den Vorleben nicht erkennen können und auch nicht unsere Gradentwicklung, die wir bis dahin erreicht haben. In jedem Leben begehen wir wieder Fehler, wenn auch andere als das letzte Mal.

Dann können wir uns leicht vorstellen, dass es in einem Schneckentempo zurück zu Gott = Einheit geht. Es gibt heutzutage keine guten Lehrer mehr, die uns über die Genauigkeit der Lehren informieren.

Sie verbreiten laue und halbe Wahrheiten und decken uns mit erfahrungslosen Argumenten und Belehrungen ein. Wir dürfen nach den Lehren der Einheit = der Advaita Ausschau halten und Gott ständig um Weisheit bitten, dann wird und darf sie uns vom Kosmos her zugeführt werden. Es ist immer noch genug Wissen aller Art in der Welt in morphogenetischen Feldern gespeichert. Wir sollten einen starken Willen besitzen und es uns wünschen, dieses Wissen, diese Weisheiten zu finden.

„Die beste Erziehung ist die, die dich lehrt,den Kreislauf von Geburt und Tod zu durchbrechen!“

Sai Baba

goddess-2783070_1280

Wir müssen nicht wie Wandermönche leben, ohne festen Wohnsitz und ohne einen gesicherten Unterhalt. Dies ist seine eigene Entscheidung, so ein Leben führen zu wollen, was ihn aber auch nicht spiritueller macht als einen Haushälter. Die Pflicht eines Menschen ist es, Wohlstand zu gründen und seinen Kindern eine gute Schulausbildung zu garantieren. Wer täglich für seine Familie sorgt, für seine Stadt und sein Land, ist genauso angesehen und zu ehren wie ein Wandermönch, welcher vom Haushälter ja gekleidet und ernährt wird.

Was von uns Menschen verlangt wird und was die Weisheitslehren unterrichten, ist, dass wir ein ausgeglichenes, rechtschaffenes, ehrliches und liebevolles Leben – zu allen Wesen – führen sollen. Das ist der Göttliche Wille. Nur wer Gott mit seiner ganzen Hingabe = Bhakti liebt, kann zum wahren Wissen = Jnana finden. Die wahre Hingabe zu Gott hat die Kraft, das Göttliche zu sich herabzuziehen in seinen Geist.

Sein Vertrauen zum Göttlichen wird absolut und zum reinen Bewusstsein. Dadurch wird der Mensch erst fähig, den Frieden in sich selbst zu vollziehen und nur so wird es Frieden geben auf dieser Welt. Wer sich selbst besiegt, hat seinen schlimmsten Feind besiegt.

„Gebt eure Vorliebe für die schillernde materielle Welt auf. Lasst diese Welt los, bis ihr den Zustand erreicht habt, in dem es die Beziehung von Geber, Geben und Gabe eben so wenig gibt wie Anfang, Entwicklung und Ende!”

Sai Baba

 

Klangschalenguss Oberascher

Klangschalen, von Oberascher – nur hier !

 

singapore-2323275_1280

Text: Christa Keller – Die Spirituelle Philosophie Band I

Bilder: Pixabay, Isaistempler Projekt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s