Der Gong und seine Geschichte

Geschichte des Gongs

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Ein Gong ist ein Aufschlag-Idiophon, also ein unmittelbar geschlagener, selbsttönender Klangkörper, der als Musik- oder Signalinstrument dient. Er besteht aus einer kreisrunden Metallplatte, die senkrecht am Rand frei schwingend aufgehängt ist oder an den Rändern waagrecht auf einem Gestell liegt. Die für die Tonerzeugung maßgeblichen Schwingungen nehmen zum Mittelpunkt zu. Im Unterschied dazu sind bei einer am Scheitelpunkt aufgehängten Glocke die Schwingungen im unteren Randbereich am größten.

Etymologie

Nach der gängigen Etymologie ist gong ein onomatopoetisches Wort aus der javanischen Sprache. Diese Einschätzung scheint etwas eng gegriffen, da gong auch in den meisten anderen austronesischen Sprachen vorkommt. Ihr widerspricht auch, dass Indonesier ein feines Gespür für eine lautmalerische Sprachverwendung besitzen und die Silbe go-ng nicht den typischen schwebenden Nachklang eines javanischen Buckelgongs wiedergibt. Es handelt sich vermutlich um eine spätere Übernahme in das Javanische. Nach einer anderen, möglicherweise ebenso lokalpatriotisch gefärbten Herleitung soll gong auf Thailändisch khong zurückgehen. In einer chinesischen Chronik von 517 v. Chr. aus der Zhou-Dynastie bedeutete gong den Grundton der siebenstufigen Tonleiter.

In der altjavanischen Literatur steht nicht gong, sondern gubar für ein Metallidiophon unbekannter Form. Es dürfte ein hängender Gong für den Kriegseinsatz, also mit entsprechend lautem Klang gewesen sein. Eine tatsächliche Lautnachahmung ist das balinesische Wort girr für den Klang eines Gongs; als gong mit einem entsprechenden Zusatz bezeichnen Balinesen ihre verschiedenen Gamelan-Ensembles.

Das alte chinesische Schriftzeichen gu („kurz klingend“) der Sui– (581–618) und Tang-Dynastie (618–907) bezeichnete Felltrommeln allgemein, aber keine Idiophone. Zusammen mit dem Zeichen tong („lang klingend“) stand tong-gu für lange nachklingende große Felltrommeln mit einem metallenen Korpus. Vermutlich waren Kesseltrommeln vom Typ der naqqaras gemeint. Aus tong-gu könnte lautmalerisch umgebildet über gu-ng das javanische Wort entstanden sein: gu wäre der kurze Schlag auf die Felltrommel und ng der metallene Nachklang.

Geschichte

Die mehrfach im Alten Testament auftauchenden Instrumentennamen selslim und meziltajim bezogen sich wohl auf Zimbeln. Im Hohelied der Liebe heißt es in der Einheitsübersetzung „wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke“ (1. Korinther 13, 1), in anderen Übersetzungen wird an dieser Stelle „Erz“ mit „Gong“ wiedergegeben. Vermutlich gab es im Antiken Griechenland ein zumindest gongähnliches Schlaginstrument. In griechischen Mythen schlugen junge Männer auf Metallscheiben, um die Schreie des kindlichen Zeus zu übertönen.[2] Die Römer besaßen Handglocken, Gongs und Metallscheiben (discus), die an einer durch ein mittiges Loch gezogenen Schnur herabhingen und als Signalinstrumente dienten. In das 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. datiert ein zwischen 1877 und 1882 in der Grafschaft Wiltshire im Südwesten Englands ausgegrabener römischer Gong[3].

Aus vorchristlicher Zeit stammen die ältesten chinesischen Kesselgongs. Jaap Kunst (1956) vertritt die Ansicht, dass sich der Gong in hellenistischer Zeit (ab dem 4. Jahrhundert v. Chr.) vom östlichen Mittelmeerraum bis nach China ausbreitete. Als Ursprung nahm er das bei altgriechischen Totenritualen geschlagene echeion an, das vielleicht ein Flachgong oder eine Schlagplatte war.[4] Zur Unterstützung dieser Vermutung führt er den Namen der sassanidischen Laute barbat auf das griechische Wort barbitos für ein anderes Saiteninstrument zurück. Die Form der sassanidischen Laute lag wiederum der chinesischen Laute pipa zugrunde.[5] Ein früher Grabfund eines flachen Gongs aus der Region Guangxi wird in die Han-Zeit (206 v. Chr. –220 n. Chr.) datiert. Er misst in der flachen Mitte 22 Zentimeter im Durchmesser und einschließlich des schrägen Randes 32 Zentimeter. An drei durch den Rand gezogenen Ringen war der Gong aufgehängt. Ob zwischen den älteren Kesselgongs und den sonstigen Gongtypen eine Beziehung bestand, ist nicht bekannt. Andere chinesische Gongs waren seit Anfang des 6. Jahrhunderts in Gebrauch und sollen laut der Enzyklopädie Tongdian (fertiggestellt 801)[6] von Zentralasien eingeführt worden sein. In chinesischen Quellen tauchen ab dem 9. Jahrhundert Gongs unter dem Sammelbegriff luo auf, ein Präfix charakterisiert einen bestimmten Gongtyp (shaluo, zhengluo) oder verweist auf die Herkunftsregion. Die in der heutigen chinesischen Musik verbreiteten flachen Gongs mit schmalen Rändern sind bereits in der Abhandlung Yue shu (um 1100) abgebildet und tragen dort die Namen zheng, tongzheng oder tongluo.

Als älteste Verwendung eines Gongs in einem westlichen Orchesterwerk gilt François-Joseph Gossecs Marche lugubre (1791) zum Tod von Mirabeau. Darauf folgten Daniel Steibelts 1793 in Paris uraufgeführte Oper Romeo und JuliaJean-François Lesueurs Oper Ossian, ou les Bardes von 1804, Gaspare Spontinis Oper La vestalevon 1807, die 1831 uraufgeführte Oper Norma von Vincenzo Bellini und die Oper Robert le diable (1831) von Giacomo Meyerbeer. Eine besondere musikalische Funktion haben große Tamtams im Finale von Tschaikowskis 1893 uraufgeführter 6. Sinfonie und in Edward Elgars Oratorium The Dream of Gerontius von 1900.

John Cage verlangt in First Construction (in Metal) von 1939 zwölf Buckelgongs, vier auf Polstern ruhende Gongs, ein Gong, der in einer Wanne voller Wasser eingetaucht wird, und ein Tamtam. In Rituel in memoriam Bruno Maderna von Pierre Boulez (1975) spielt ein Perkussionist sieben Buckelgongs und ein weiterer sieben abgestufte Tamtams.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gong

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Bild: Pixabay

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Peter Hess Fen-Gong Standard, 55 cm Durchmesser, inkl. Schlägel 

 

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