Die ganzheitliche Schule – Auszug aus dem Buch: Kundalini – Der Innere Weg –

Auszug aus meinem neuen Werk: Die ganzheitliche Schule

(Interview mit Markus Schmidt)

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Reporter:

Neben den klassischen Schulen gibt es schon lange alternative Schulformen, wie z.B. die Waldorfschulen nach Rudolf Steiner.
Die meisten Kinder und Jugendlichen besuchen jedoch noch Schulen, die nach dem alten System aufgebaut sind.
Auch in anderen Ländern gibt es alternative Schulen und aktuell wird besonders in Finnland einiges umgestellt.
Wäre es nicht sinnvoll, auch das veraltete Schulsystem in Deutschland zu verändern?

Schmidt:

Der immense Lerndruck an den Schulen ist der größte Störfaktor. Die Schüler(innen) werden nur darauf getrimmt, der/die Beste zu sein, auch im Hinblick auf die Möglichkeiten der späteren Berufswahl.
Das beginnt schon in der Grundschule und auch in den weiterführenden Schulen, genau wie im Studium herrscht enormer Druck.

Reporter:

Ab dem Übergang zur weiterführenden Schule nehmen Druck und Härte noch weiter zu und vielen Lehrern sind ihre Schüler egal oder sie haben resigniert.

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Schmidt:

Ja. Die jungen Menschen werden darauf getrimmt, sich wie effiziente Arbeitsroboter zu verhalten, aber genau dieser Weg widerspricht der Seele.

Dies zeigt die Kundalini in der Innenschau klar auf!

Hier gilt es, den Weg zu Achtsamkeit und Mitte bei der Arbeit zu finden.
Druck, Hetze und „immer höher, immer schneller“ sind egoistische Extreme der Wirtschaft.

In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll, dass bereits in den Schulen ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt würde, der jeden einzelnen Schüler als Individuum wahrnimmt und schätzt.
Alles andere unterstützt nur den Egoismus der Wirtschaft, der ohne die roboterähnlichen Maschinenmenschen gar nicht auskommen würde (negative Norm unserer Gesellschaftsform).

Was ein neues, ganzheitliches tatsächlich Schulsystem braucht, ist z.B. mehr Meditation in Schulen. Unsere Kinder sollen nicht zu Kampfrobotern erzogen werden, die nur nach dem Ellenbogenprinzip handeln können.
Es ist wichtig, mehr Mediatoren in Schulen zur Verfügung zu stellen und viel mehr wirklich gute Pädagogen.
Die Schüler dürfen lernen, dass man zusammen stark ist und liebevoller Umgang miteinander jedem von ihnen zugutekommt.
Wichtig wäre auch, den jungen Menschen die (vedischen) Weisheitslehren zu vermitteln.

An asiatischen Schulen wird der vedische Buddhismus gelehrt, mit Meditation oder Qi Gong Übungen am Morgen und auch die Lehre der karmische Mitte ist von Anfang an ein wichtiger Bestandteil.
In europäischen Ländern finden wir das höchstens in Waldorfschulen wieder oder ähnlich spirituell ausgerichteten Schulen.

Reporter:

Für mich persönlich war die Schulzeit in Ordnung.
Doch es gab auch Mitschüler(innen), die mit dem Druckprinzip weniger gut zurechtkamen. Die Lehrer waren teilweise sehr streng, auch was die Notenverteilung anging.
Schmidt:

Es wird Druck ausgeübt, damit die Schüler(innen) „besser“ werden. Das ist genau der falsche Weg.
Wesentlicher sinnvoller wäre es, jeden einzelnen Menschen mit seinen Stärken und Schwächen wertzuschätzen.
Jeder Mensch ist in sich perfekt, auch wenn er nicht in jedem Schulfach den Anforderungen gerecht wird.
Die Perfektion liegt darin, nicht nur die Stärken zu loben, sondern auch die Schwächen eines jeden Menschen zu akzeptieren und ihn so zu nehmen, wie er ist.
Nur dann kann ein junger Mensch mit gutem Selbstvertrauen die ihm gegebenen Anlagen wahrnehmen und ausbauen.

In den Klassen sollte vermittelt werden, dass man gemeinsam stark ist. Da jeder eine Schwäche hat, ist es gut wenn alle sich gegenseitig helfen und unterstützen, statt noch Druck auszuüben auf die Schwachstellen.
So manche(r) Schüler(in) möchte aufgrund des Drucks gar nicht mehr zu Schule gehen.
Es bleibt abzuwarten, wann die Verantwortlichen dies erkennen und bereit sind, etwas zu verändern.

Reporter:

Gerade auch an den Berufsschulen dürfte sich dann wohl radikal etwas verändern oder?

Schmidt:

Auch die Berufsschulen sollten neu strukturiert werden, mit einem System, das ohne Druck arbeitet, dafür mit mehr Nächstenliebe und guten Pädagogen.
Berufsschüler werden oft mit sehr wenig Wertschätzung behandelt, nur wer viel leistet und den Mund hält wird belohnt.
Sonst droht schnell der Ausschluss.
Das sind militante Methoden, wer braucht das noch?

Reporter:

Auch das Notensystem ist diffizil. Es gibt auch Wege ohne dieses starre Bewertungsprinzip.
Das macht mehr Sinn oder?

Schmidt:

Jede(r) Schüler(in) hat Stärken. In einem schulischen System, das ohne Noten arbeitet, können diese Stärken freiwillig weiter geschult werden, genauso wie auch an Schwächen freiwillig gearbeitet werden kann. Die jungen Menschen bekommen so die Möglichkeit, mitzuentscheiden, welche Neigungen sie vertiefen möchten und welche nicht.
Das schafft einen Lernraum ohne Leistungsdruck, in dem natürliche Neugier und Wissensdrang nicht dadurch unterdrückt werden, dass der Fokus, wie im althergebrachten Schulsystem üblich, auf die Schwächen eines jeden gerichtet wird.

Reporter:

Ich habe gelesen, dass Bewertungen Depressionen auslösen können?

Schmidt:

Ja. Kinder, die ständig negativ bewertet werden, können depressiv werden.
Die Seele ist Sein und reines Licht/Liebe und im Kosmos gibt es keine Bewertungen, diese entspringen nur dem menschlichen Verstand.
Wenn sich das Schulsystem mehr nach dem Zen ausrichtet, kann unsere Gesellschaft wieder wesentlich freier und leuchtender wirken, mit weniger Roboter Menschen.

Im Prinzip ist es „ganz einfach“. Doch es benötigt ein klares Umdenken und Loslassen der konservativen Strukturen.

Reporter:

Danke für Ihre Ausführungen.

 

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Quelle: Markus Schmidt – Kundalini – Der Innere Weg – Transformation Teil II

 

Facebook Seite – zum Buch (– LINK!

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